Die Widder Das Forum der Widder-Larp-Gruppe

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montobar
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.08.2010 Beiträge: 5
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Verfasst am: 03.08.2010, 23:42 Titel: Nach den Feiern zu Ehren des Vermächtnisses der Ahnen |
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| Der Morgen graut und Tau benetzt die Gräser vor dem Lager der Widder. Erst vereinzelt und dann immer häufiger öffnen sich die Zelte und verschlafene Gesichter schauen in das erste Licht des Tages. Nach einem guten Morgenmahl und dem unumgänglichen Morgengebet werden die Lager abgebrochen und alle machen sich reisefertig. Gerade, als sich die Gruppe in Bewegung setzen will, tritt der freundliche Händler, der während der Feierlichkeiten die Gastfreundschaft der Widder genossen hat, hinzu und fragt: Freunde, wohin führen Euch Eure Wege? Ich habe fast alle meine Waren verkauft, ein wenig Geld in meinem Beutel und meine Beine brennen vor Reiselust. Dürfte ich Euch ein wenig auf Euren Wegen begleiten? |
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Ledjac Admin /Händler & Bogenschütze/ Widder

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.04.2007 Beiträge: 113
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Verfasst am: 04.08.2010, 13:32 Titel: |
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Etwas misstrauisch beäugt Ledjac den Händler und seine Kiepe. Nach kurzem Nachdenken fragt er ihn: Ansich ist das keine schlechte Idee, aber wie willst du ohne Waren unsere Lebkuchenversorgung garantieren?
Ohne die Antwort abzuwarten lädt er ihn aber schon mit einer Handbewegung dazu ein, der Gruppe zu folgen.
Na ja, ist ja auch egal, dir wird schon was einfallen. Vor uns liegt eh eine langweilige Zeit, wir müssen ewig weit zum Schiff latschen und wenn der Kapitän nichts besonderes aufgeschnappt hat, haben wir nicht mal ein Ziel, dass sich anzusteuern lohnt. Und das Wetter ist auch Scheiße. |
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montobar
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.08.2010 Beiträge: 5
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Verfasst am: 04.08.2010, 16:39 Titel: |
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Frohen Mutes schultert Myrr seine immer noch recht volle Kiepe, rückt seinen Gürtel zurecht und bedeckt sein Haupt mit seinem Hut. Auf der Wanderung schaut er neugierig nach jedem Kraut am Wegesrand und nervt Josa mit Fragen über das Grünzeug. Einige Gaben von Mutter Natur verschwinden in seinen Taschen. Bei der Mittagsrast fängt er plötzlich an, in den Tiefen seiner Kiepe zu kramen und fördert freudestrahlend noch einige Lebkuchen zu Tage. Hm, die waren eigentlich für Notzeiten gedacht, aber wer weiß schon, ob überhaupt noch mal Notzeiten drohen ?! spricht er mit verschmitztem Lächeln. Man lebt ja nur im Heute! sagt er und verteilt die leckeren Lebkuchen. Mit schüchternem Lächeln setzt er hinzu: Äh, zuviele sollte man nicht davon essen, wenn man auf Reisen ist, denn mein Werbespruch, daß der Lebkuchen die Libido steigert, bewahrheitet sich schon manchmal...!
Um die peinliche Stille danach zu brechen, fragt er den Priester: Sagt einmal, Bruder Soratis, wie hält es denn Euer Orden mit dem Zölibat? Als sich danach eine weitere Stille anschließt, senkt Myrr mit hochrotem Kopf den selben und mümmelt an seinem Lebkuchen.
Zuletzt bearbeitet von montobar am 11.08.2010, 14:03, insgesamt einmal bearbeitet |
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Soratis Priester der Kratas / Widder

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.09.2007 Beiträge: 158
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Verfasst am: 09.08.2010, 23:32 Titel: |
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Soratis lächelt gelassen unter seiner Kapuze hervor und schaut Myrr mit einem kurzen freundlichen Seitenblick an um seinen Blick dann beim wandern wieder auf den Horizont zu richten:
Nun es ist schon irgendwie merkwürdig, dass viele Menschen von einigen Sitten bestimmter Religionen auf die meisten anderen schließen.So seid Ihr interessanter Weise nicht der Erste der mir diese Frage stellt, auch ist es nicht selten die erste Frage die mir bzgl. des Glaubens überhaupt gestellt wird....Soratis lächelt breit ... so eine komische Regel gibt es bei uns nicht, zumal ich auch überhaupt keinen Sinn darin sehe.
Ein Priester welcher der fleischlichen Lust entsagt, ist ja bei Anwesenheit einer hübschen Frau noch viel leichter abzulenken als ein Priester dessen spirituelles Leben und seine weltlichen Gelüste im Gleichgewicht sind bzw. diese in Einklang gebracht hat. Sicher sind wir nicht alle nur Sklaven unserer Triebe, aber man kann es den Menschen auch unnötig schwer machen in dem man ihnen die weltlichen Genüsse verbietet.
Um mal ein anderes Beispiel hervorzuheben... jemand der hungert hat größere Schwierigkeiten den Ausführungen eines Priesters zu lauschen als jemand der weder Durst noch Hunger empfindet. Um es deutlich zu sagen, jemand dessen weltlichen Bedürfnissen nachgekommen wurde, ist eher bereit sich den spirituellen Dingen zuzuwenden, da er dann erst so richtig seinen "spirituellen Hunger" wahrnimmt, da dieser nicht von weltlichen Bedürfnissen überlagert wird.
Viel wichtiger ist aber natürlich noch, dass die heilige Mutter Deira, die Herrin des Lebens, der Fruchtbarkeit und des heiligen Kreislaufes der Natur die Liebe wie auch die körperliche Vereinigung unter ihren Schutz gestellt hat. So ist doch z.B. die körperliche Vereinigung zwischen Mann und Frau nicht selten der Beginn des heiligen Kreislaufes der Natur, wenn die heilige Mutter das Paar mit Fruchtbarkeit segnet.
Insofern wäre es daher total unlogisch wenn der Glaube die Sexualität auch für Priester verbieten würde. Denn das Geschenk eine Familie gründen zu dürfen ist auch den Klerikern gegeben. Nicht selten sogar sind es gerade die Deirapriesterinnen die selbst Oberhäupter von großen Familien in einem Dorf sind, und / oder es diese sind die als Hebammen oder Geburtshelfer den Segen der heiligen Mutter Deira in das Haus eines Paares bringen.
Nun und was die Herrin Deira den Menschen in Liebe gegeben hat wird die Herrin Kratas im Leben respektieren bis zum Zeitpunkt des Todes, in dem das Leben mit der Zuneigung der wohlmeinenden Göttin Kratas wieder genommen wird.
Mein Glaube an die Herrin Kratas, die schwarze Göttin des Todes, die große Krähe entstammt dem taraskischen Pantheon auf Iturias, der Insel von der ich komme. Der Glaube an die, unserer Auffassung nach wichtigsten, sechs Götter auf Iturias ist der Glaube der Menschen des taraskischen Reiches auf Iturias. Wir wissen aber, dass es neben den Sechs noch andere Götter gibt die für unsere Glaubensvorstellung aber im Verhältnis eher eine untergeordnete Rolle spielen.
Ich weiß...Soratis lächelt verschmitzt... ich habe schon wieder mehr erzählt als die bloße Beantwortung Eurer Frage, aber um das Thema abzurunden erwähne ich Euch gegenüber noch die Namen der Sechs und die Aspekte die sie vertreten.
Talas, der Herr des Lichtes, des Gesetzes und der Rechtschaffenheit.
Deira, Herrin des Lebens, der Fruchtbarkeit und des heiligen Kreislaufes der Natur.
Kratas, Herrin des Todes, des Schlafes und der Kälte, Hüterin des heiligen Kreislaufes der Natur.
Bandur, Herr des Handwerks und des Handels.
Soratis schaut Myrr kurz ernst an. Das waren die Götter des Lichtes. Leider gibt es auch noch Götter der Finsternis.
Nagor, Herr des Krieges, des Blutes und der Zerstörung.
Soratis Blick wird hart ... und der große Widersacher...die Finsternis gar selbst:
Tairon, Herr der Finsternis, der Verdammnis und der Herrschaft.
Soratis Blick hellt sich wieder auf...soviel zu diesem kleinen Ausflug in spirituelle Gefielde. |
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montobar
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.08.2010 Beiträge: 5
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Verfasst am: 10.08.2010, 00:12 Titel: |
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Myrr, der während des kurzen Monologes einen kleinen Berg Lebkuchen verdrückt hat, schwirrt der Kopf, als er versucht, sich auch nur einen Teil dessen zu merken, was er soeben vernommen hat. Er sinniert noch einen Augenblick darüber und scheint es verinnerlicht zu haben, doch schon sein nächster Kommentar zeigt, wie groß die Auffassungsgabe seinen Gedächtnisses ist, wenn es um Glaubensfragen geht: Äh, ich glaube wohl, daß Euch die Frage nach der Enthaltsamkeit des Öfteren gestellt wird. Wahrscheinlich meist von hübschen Frauen, immerhin seid Ihr ja ein gestandenes Bild von einem Mann. Wißt Ihr eigentlich, daß man dem Lebkuchen nachsagt, er gebe Stärke und steigere die Libido? Ich glaube, Ihr solltet Euch einen kleinen Vorrat an Lebkuchen zulegen, sobald ich Euch wieder den guten, den besten Esteländischen Lebkuchen anbieten kann. Und weil ihr ein so netter Priester und umgänglicher Reisegefährte seid, mach ich Euch einen wirklich guten Preis.
Er scheint schon im Kopf zu überschlagen, welchen Preis er verlangen kann. Und wenn er auch nur ein wenig den Ratschlag der Kräuerfrau Josa berücksichtigt, wird der Preis nicht gering sein. Es sei denn, er nimmt vorher wieder einen dieser vermalledeiten Pilze zu sich und verschenkt sein kostbares Gut... Mögen die Götter ihn davor bewahren!!! |
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Soratis Priester der Kratas / Widder

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.09.2007 Beiträge: 158
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Verfasst am: 10.08.2010, 20:32 Titel: |
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Soratis schaut Myrr wieder mit einem verschmitzten Lächeln an: Gebt es auf... ich reise mit Josa... Soratis grinst (fast unverschämt) .... glaubt Ihr wirklich Ihr könntet mit dieser Verkaufstaktik noch etwas bei mir bewirken?
Dann mit einem höflichen aber direkten Tonfall:
Wenn ich Lebkuchen kaufen möchte, werde ich Euch davon in Kenntnis setzen. Ich denke bis dahin braucht Ihr mir keinen mehr an zu bieten.
Und dann mit einem Seitenblick auf Ledjac ...übrigends könnt Ihr denke ich viel bessere Geschäfte mit ihm machen. Er liebt Geschäfte! Soratis breites Grinsen geht schnell im Schatten seiner Kapuze unter. |
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montobar
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.08.2010 Beiträge: 5
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Verfasst am: 11.08.2010, 14:00 Titel: |
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Ihr werdet es kaum glauben, bei wie vielen einfachen Leuten diese Verkaufstaktik greift. Und Ihr werdet auch kaum glauben, wie viele er zieht abfällig einen Mundwinkel nach oben Edelleute darauf ansprechen. Aber ich habe Euch verstanden, und Ihr habt Glück. Da meine Vorräte vorerst aufgebraucht sind, werde ich Euch keine weiteren Angebote unterbreiten, vorerst! Obwohl ich bei Eurer Gefährtin Josa lernen konnte, daß auch Beharrlichkeit manchmal zum Verkaufsabschluß führt.
Naja, und mit Eurem geschäftstüchtigem Gefährten habe ich schon abgemacht, daß wir noch mal über die Geschäfte miteinander reden, sobald ich eine meiner er schaut übertrieben verschwörerisch Kontaktpersonen getroffen habe. Wißt Ihr, unter dem Siegel der Verschwiegenheit kann ich es Euch ja erzählen, es ist recht schwierig, an diesen leckeren Lebkuchen zu gelangen. Meine Heimat ist derzeit von einer Horde dieser widerlichen Orks besetzt. Deshalb schmuggele ich und einige andere Waffen ins Land und in meinem eigenen Fall Lebkuchen und Kautabak heraus. Deshalb habe ich mich auf das Schlachtfeld gewagt und die Waffen der Verstorbenen an mich genommen. Nun, und ein wenig fällt für mich auch dabei ab! Freundlich lächelnd wandert er weiter, immer den Wegesrand nach Kräutern und Zeichen seiner Kontaktpersonen absuchend. |
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Ledjac Admin /Händler & Bogenschütze/ Widder

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.04.2007 Beiträge: 113
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Verfasst am: 11.08.2010, 16:34 Titel: |
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| Missmutig stapft Ledjac hinter den beiden her. In Gedanken regt er sich über Soratis auf: Dieser Penner! Quatscht er den Kerl mit seinen Sexgeschichten voll und der arme Kiepenkerl frisst vor Verzweiflung den letzten Lebkuchen auf...und was ist jetzt mit meiner Libido? So günstig krieg ich die nie wieder gesteigert...wehe diese Kontaktperson sorgt nicht für Nachschub... |
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montobar
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.08.2010 Beiträge: 5
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Verfasst am: 11.08.2010, 19:19 Titel: |
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Nach einigen Tagen des gemeinsamen Reisens bleibt Myrr plötzlich stehen und sagt: So, liebe Freunde, ich glaube, hier trennen sich nun unsere Wege. Ich werde von hier nach Westen, äh er schaut sich ein frisches, in die Rinde einer am Wegesrand stehenden Buche geritztes Herz mit den Initialien M + E an und sucht dann weitere Auffälligkeiten in der Umgebung nein Nordwesten gehen müssen. Es war mir eine große Ehre und Freude, Euch auf Euren Wegen ein Stück begleiten zu dürfen. Er umarmt und verabschiedet sich innigst von jedem der Widder Mögen die Götter geben, daß sich unsere Wege nur trennen, um sich bald wieder einmal zu kreuzen. Ich freue mich auf ein Wiedersehen! Nach einigen Metern dreht er sich, bevor er im Unterholz verschwindet, noch einmal um. Mit einem Zwinkern ruft er Ledjac, der in den vergangenen Tagen mehrmals gefragt hat, wann denn mit Lebkuchennachschub zu rechnen sei, zu: Sobald ich meinen Lieferanten getroffen habe, werde ich an Dich denken!
Dann verschwindet er mit einem lustigen Liedchen auf den Lippen im Wald.
Einige Tage später erwacht Ledjac des Morgens neben einigen Lebkuchen. Wie sie dort hin gekommen sind, kann ihm derjenige, der Nachtwache hielt, nicht sagen...
Weit entfernt denkt sich Myrr Hoffentlich ißt er sie nicht alle auf einmal. Hätte ich ihm sagen sollen, daß zu viel Esteländische Lebkuchen seltsame und unvorhersehbare Auswirkungen auf Körper und Geist haben können...??? Naja, seine Gefährten werden ihn schon vor all zu peinlichen Taten zurück halten... |
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