Die Widder Das Forum der Widder-Larp-Gruppe

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Ifra´in Auf Traak gefallener Priester / Widder

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.04.2007 Beiträge: 128
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Verfasst am: 01.08.2007, 00:49 Titel: Gespräch zwischen Valeria und Ifra´in |
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Auf dem Achterdeck an dem langen Tisch: Ifra´in nimmt sich eine Flasche und schenkt Valeria einen Met ein. Dann dreht er sich einen Zigarillo und macht es sich gemütlich....
...hmh...mir ist aufgefallen, dass ich euch eigentlich etwas anderes für mich wichtigeres fragen muss bevor ich euch etwas über unsere neusten Erlebnisse erzähle...er schaut Valeria ernst an...wisst ihr meine Erfahrungen und die Erlebnisse mit den Ereignissen um Toolio haben mir gezeigt, dass das Böse selbst hier zwischen uns sein könnte, wenn wir nicht unsere Geister gegen den Zugriff der Finsternis stärken. Daher wollte ich euch fragen, ob wir evtl. gemeinsam trainieren können? er schaut Valeria ernst an...ich weiß ich weiß ihr seid eine Magierin und ich bin ein Priester, aber darum geht es auch eigentlich gar nicht...es geht um die Kontrolle über den eigenen Geist. Ihr erinnert euch vielleicht an Astartes Vortrag in Kreisheim...obwohl ich meditieren gewöhnt bin muss ich noch mehr an meiner mentalen Disziplin arbeiten. Ich möchte versuchen, ob ich es mit entsprechendem Training nicht schaffen könnte mich geistig noch mehr gegen den Einfluß bösartiger Magie abzuschirmen...er schaut Valeria freundlich an...und dazu bräuchte ich unter Umständen Eure Hilfe. Ich bin mir nicht sicher ob ihr diese magische Kunst beherrscht, aber ich habe schon häufiger gesehen wie bei einigen Menschen durch das Wirken von Magie Panik erzeugt wurde....ich möchte lernen mich gegen die Kräfte der Furcht, die künstlich in meinen Geist gesetzt wird, zu wehren...selbst wenn ihr den nötigen Zauberspruch dazu nicht beherrscht...so könnten wir dennoch evtl. mittels Magie einige Übungen machen die mich diesbzgl. etwas abhärten könnten , oder? Was sagt ihr dazu...ich weiß es ist eine merkwürdige Frage, aber ihr seit neben Edorin die einzige Magierin der ich voll vertrauen kann... |
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Valeria Kämpfende Cholestpriesterin/Frosch

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.04.2007 Beiträge: 121
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Verfasst am: 01.08.2007, 17:16 Titel: |
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| Valeria setzt sich ebenfalls und nimmt sich einen Becher. Schweigend, aber aufgeschlossen hört sie Ifra'in zu. Gegen Ende seiner Worte scheint sich ihr Gesicht etwas zu verändern, doch es ist nicht Missbill, mehr ein entschuldigendes Lächeln. Ifra'in, ich verstehe Euch nur zu gut und ich wünschte, ich könnte Euch helfen. Aber ich habe dieser Art von Magie schon vor längerer Zeit abgeschworen. Heute wird mir praktisch zum ersten Mal klar, dass man diese magischen Zwänge auch als Training für gute Zwecke gebrauchen kann. Als ich jung war, stellte die Beherrschungsmagie ein verlockendes Ziel für mich dar, doch ich erkannte im Laufe meiner Ausbildung schnell, dass Beherrschungsmagie die dunkelste Seite unserer Künste ist und eine zu intensive Beschäftigung mit ihr auch die eigene Seele in die Gefahr der Verfinsterung bringt, deshalb wandte ich mich von dererlei Studien ab. Sie blickt in ihren Metbecher, schwenkt ihn leicht, scheint nachzudenken. Und wieder muss ich mich der Frage stellen, ob Magie sich dem Anwender unterordnet oder ob sie ihn beherrscht. Ich wünschte, ich würde endlich eine Lösung für mein Dilemma finden. Zumindest ein Furcht-Zauber kann ja so schlimm nicht sein. Er dient ja lediglich der Verteidigung und wenn ich ihn nur im Training verwende... Sie blickt Ifra'in tief in die Augen. Ihr Blick ist nun entschlossen, aber auch irgendwie hart, als müsse sie sich überwinden, das Folgende zu sprechen. Edorin beherrscht keinerlei Zauber dieser Art. Es wäre ihm zwar wohl theoretisch möglich, auf das Erbe seines Blutes als kaskarischer Elf zurückzugreifen, um Effekte wie Freundschaft oder Furcht zeitweilig hervorzurufen, doch selbst dieses für seine Rasse übliche Verhalten scheint ihn bereits abzustoßen. Ich weiß aus Gesprächen mit ihm, dass er Beherrschung jeglicher Art strikt ablehnt. Eventuell würde er jedoch für Euch seine Vorsätze etwas einschränken...nein seien wir ehrlich....er würde sie brechen. Genau wie ich. Doch für das größere Gute wäre ich dazu bereit, müsste mich allerdings erst in meine Studien vertiefen. Doch Ifra'in seid gewarnt. Wir alle begeben uns damit in Gefahr. Denn ehrlich gesagt sind dies Türen, die ich lieber verschlossen halten würde, wo es geht. |
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Ifra´in Auf Traak gefallener Priester / Widder

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.04.2007 Beiträge: 128
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Verfasst am: 01.08.2007, 23:51 Titel: |
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Ifra´in schaut Valeria ernst aber nicht unfreundlich an ...ich danke Euch für Eure offenen Worte und was die Vorsicht angeht, seid Euch Gewiss, dass ich diese Frage nicht jedem gestellt hätte, sondern mich ganz bewußt an Euch gewannt habe ...auch wenn ich euch nicht so gut kenne wie ich vielleicht möchte, so spüre ich das intensive Licht Raals in euren Herzen, sonst hättet ihr euch in einigen Situationen anders verhalten... aber natürlich möchte ich nicht, dass Ihr Valeria oder der gute Magister Edorin eure Prinzipien verletzt und irgendwie erfreut es mein Herz, dass ihr selbst einem Verbündeten diese Bitte verwehrt...denn ihr habt auf jeden Fall Recht...Ifra´ins Augen funkeln für einen Moment in einem güldenem Licht...die Kräfte der Finsternis sind nicht zu unterschätzen...sie sind um einiges mächtiger als die meisten Leute erlebt haben oder gar nur glauben...ich selbst bin in meinem Leben und auf meiner Reise einer solchen Bösartigkeit begegnet, die ich selbst vorher nie vermutet hätte, dass sie existiert....und eins kann ich Euch schon als Erfahrung aus meinen bisherigen Reisen mitteilen, der Aufstieg der Finsternis hat erst begonnen.... Ifra´ins Augen bekommen einen traurigen, dann einen harten Ausdruck...je weiter ich die Welt bereise um so mehr Finsternis werde ich gewahr...ich hätte vor meiner Reise nicht gedacht, dass die Avatare der Finsternis schon soviel der Welt mit ihrer verdarbten Boshaftigkeit korrumpiert haben....man kann förmlich sehen, wie einzelne Erlebnisse und Bilder vergangener Schlachten vor Ifra´ins Augen entlang wandern...
...dann scheint er wie aus einer kurzen Trance zu erwachen und Ifra´ins Blick klärt sich und wird entschlossen...nichtsdesto trotz werde ich niemals aufgeben mit der Kraft des Herren Raal und mit seinem güldenen Licht, mit Herz und Stahl gegen die Finsternis zu streiten...und sollte es mein Leben kosten...Ifra´in schaut Valeria an, und sie kann erkennen, dass er jede Silbe seiner Worte ernst gemeint hat...wenn Blut vergossen werden muss um die Finsternis zurück zu treiben, dann muss es vergossen werden...und wenn es mein eigenes ist....
Bruder Ifra´in trinkt mit einem tiefen Zug seinen Becher leer und füllt dann beiden nach...ich werde diesen Weg auch alleine beschreiten können, es wird nur schieriger und es wird länger dauern, aber wenn es denn so sein soll, dann muss es sein....ob seiner harten Worte ist er gegenüber Valeria etwas verlegen und schaut sie etwas entschuldigend an...ich habe euch schon richtig verstanden Magistra, ich verstehe dass ihr mich nur vor einer Gefahr warnen wollt...aber versteht ihr...er deutet instinktiv gen Himmel...ich bin seit Kind an auf die Auseinandersetzung mit den Kreaturen der Finsternis vorbereitet worden,es ist meine Bestimmung gegen die Kreaturen des Bösen zu streiten...ich muss und ich werde das eines Tages lernen...wieder leuchten seine Augen in einem kurzen güldenen Glanz...
...es ehrt Euch und Magister Edorin, dass ihr dieser Form der arcanen Kraft entsagt habt...Ifra´ins Blick ist jetzt so hart, dass er fast schmerzt, trotzdem merkt Valeria, dass sich dieses energetische Feuer, welches Ifra´in ausstrahlt nicht gegen sie richtet...
...ich werde trainieren....ich habe schon trainiert und ich werde dieses Training fortsetzen...Ifra´in schnippst seinen Zigarillostummel über die Reeling...
...dann entspannen sich seine Züge und das Feuer läßt scheinbar nach....er trinkt einen Schluck Met und fragt: ...und Valeria, ich weiß wenig über Euch, erzählt mir etwas über Eure Vergangenheit wenn Ihr mögt, Ihr tragt einen Namen von Stand, erzählt mir über Eure Herkunft und Euer Leben bevor Ihr auf Resien gegangen seid....
Zuletzt bearbeitet von Ifra´in am 02.08.2007, 21:29, insgesamt einmal bearbeitet |
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Valeria Kämpfende Cholestpriesterin/Frosch

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.04.2007 Beiträge: 121
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Verfasst am: 02.08.2007, 01:49 Titel: |
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Valeria hat seinen Worten ernst, aber nicht abgeschreckt, sondern lediglich aufmerksam gelauscht. Ich wünschte, ich könnte Euch helfen, Ifra'in. Ihr seid von einer feurigen Reinheit erfüllt wie ich es bislang nur bei einem weiteren Diener des Lichts erlebte... Über ihr Anlitz huscht kurz ein Schatten des Schmerzes, als sie an den Verlust Baleans denkt. Ich darf nicht hadern, denn ich bin sicher, dass Thalamon die Größe deines Opfers anerkannt hat. Und doch wäre es mir lieb, wenn er, den Ifra'in wohl als Raal verehrt, ein solches nicht so bald auch von ihm fordern würde. Es schmerzt, einen Freund zu verlieren und wenn es für die gute Sache ist. Wenigstens war dein Tod nicht sinnlos. Als sie merkt, wie sehr sie in ihre Gedanken versunken ist, reißt sie sich los und lächelt Ifra'in kurz entschuldigend an. Verzeiht, Eure Worte...sie erinnerten mich an Balean. Ich war kurz abgelenkt. Sie nimmt einen kräftigen Schluck und ihr Lächeln wird versonnener aber auch etwas keck. Meine Kindheit?!... Nun, die war so spektakulär nicht.Mit Ausnahme meines 16. GeburtstagesIch trage zwar einen großen Namen, doch schon mein Vater war die ewige Politik und das Ränkespiel leid und so wurde er Fernhändler. Gegen den Willen meiner Großeltern. Der "offizielle" Zweig der Capricensis handelt mit Juwelen und Gewürzen. Der Laden meines Vaters jedoch ist voller "Plunder", wie meine Großmutter es nennt und voller Raritäten und Kuriositäten aus aller Welt, wie wir es nennen. Ich entspringe, wenn man so will, dem verkorksten Zweig der Familie. Und damit scheint Valeria sich auch nicht unwohl zu fühlen. Im Gegenteil, wenn sie darüber spricht, wirkt sie nur mäßig unterdrückt amüsiert. Meine Mutter ist Hebamme und wer weiß, wahrscheinlich wäre ich in ihre Fußstapfen getreten. Vielleicht auch in die meines Vaters, wenn ich nicht diesen Hauslehrer gehabt hätte. Er war Adept an der arkanen Fakultät zu Kreisheim und ich fand ihn mächtig beeindruckend. Seit ich im Alter von vier Jahren das erste Mal einen seiner kleinen Tricks gesehen hatte, wollte ich so werden wie er. Und ich habe fleißig geübt. Geklappt hat es allerdings nie. Bis zu meinem 16. Geburtstag.Valeria scheint auf einmal fast entrückt. An diesem Tag empfing ich durch die Gnade der Gottheit Cholest das Geschenk der Magie. Der Weg des Arkanen stand mir offen. Sie hatte meine Gebete erhört und auch heute weilt sie stets in meiner Nähe. Valeria fängt sich wieder, nimmt einen weiteren Schluck und blickt Ifra'in an. Und genau deshalb, weil ich mir dieses Geschenkes bewusster bin als manch anderer. Weil die Göttin selbst mit in Eleat noch einmal klarmachte, dass ich ihr meine Macht verdanke, versuche ich, dieses Geschenk nicht zu missbrauchen oder zu entweihen. Wenn ich durch meine arkane Kraft Böses tue, und Menschen meinen Willen aufzuzwingen und ihren eigenen zu unterdrücken oder zu brechen ist böse, dann beschmutze ich das Geschenk meiner Gottheit. Hupps, da bin ich wohl ins Predigen gekommen. Sie schweigt einen Moment, räuspert sich kurz und fährt fort:
In der Akademie traf ich viele nette Leute und mit einigen von ihnen verbindet mich noch heute eine enge Freundschaft. Aber in meiner Brust schlägt auch das abenteuerlustige Herz meines Vaters und so wollte ich auf Reisen. Vielen meiner Freunde ging es genauso. Wenn man lange nur die Stadt und die Akademie gesehen und so viel theoretisches Wissen angehäuft hat, dann will man Praxis. Man will in die Welt ziehen. Tja, und so kam mir Toolios Angebot, eine Abenteurergruppe zu gründen gerade recht. Auch die Begegnung mit einigen der Widder, damals noch Schafe, tat dort ein Übriges und so bin ich nun hier und habe in den letzten anderthalb Jahren schon mehr gesehen als in all meinen Lebensjahren zuvor. Aber wollten wir nicht eigentlich über Euren Landgang sprechen? Valeria holt ein Schächtelchen aus einer ihrer diversen Taschen, öffnet es, nimmt ein Bonbon heraus und bietet Ifra'in auch eines an. |
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Ifra´in Auf Traak gefallener Priester / Widder

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.04.2007 Beiträge: 128
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Verfasst am: 02.08.2007, 21:45 Titel: |
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Ifra´in hört aufmerksam zu und wirft hier und da einige Kommentare ein:
...oh eine Hebamme...eine gesegnete Profession Raals....ja die Ränkespiele der Mächtigen...gut, dass ihr nach Eurem Vater gekommen seid, die Welt braucht mutige Streiterinnen Eures Formates um das Licht Raals weiter unter die Menschen zu tragen...Cholest also nennt man in Kreisheim den Avatar der Magie...sehr interessant...
...ach so ja unser Landgang...Ifra´in räuspert sich...ja eigentlich fing alles ganz harmlos an...wie so oft...die Widder waren auf einem großen Jahrmarkt...fragt mich bloß nicht nach Städtenamen, ich glaube ich wußte bis zum Ende nicht in welcher Stadt wir uns befanden....und auf diesem Markt hörten wir von einer großen Feier eines Dorfes ganz in der Nähe....schien eine alte Tradition zu sein, zu dieser Jahreszeit alle Leute zu einem großen Festmahl einzuladen, aber von der Dorfbevölkerung kannte niemand mehr wirklich die Hintergründe für diese Festlichkeiten...etwas merkwürdig erschien mir das schon, aber egal...Ihr könnt Euch sicher vorstellen wie angetan die Widder von solch einer universellen Einladung waren....schließlich lassen die meisten von uns keine Feierlichkeit aus, und auch ich war nicht abgeneigt, da ich die Geselligkeit als Geschenk Raals bei einem schönen Krug Met durchaus zu schätzen weiß... ...Nunja am Abend des Festes war eigentlich noch ganz ruhig...alles verlief friedlich ...die Sache die mich etwas stutzig machte, war die, dass ausschließlich Fremde zu diesem Festmahl gekommen waren und keine Einheimischen...naja, war eben so....man hörte so manche Gerüchte davon, dass der Baron diese Ländereien durch eine komische Wette gewonnen hätte und dass eine nahegelegene Silbermine schwer bewacht sei...stimmt, das hatte ich vergessen zu erwähnen, im Dorf waren die Wachen des Barons relativ häufig zu sehen, auch als wir in das Dorf hinein wollten vor dem Fest, mussten wir der Wache (den Soldaten des Kaisers wie sie sagten) Rede und Antwort über unser Vorhaben (das Fest) stehen...
Ifra´in trinkt einen Schluck Met...eigentlich war alles relativ ruhig...abgesehen davon, dass neben etwa eineinhalb Dutzend saufende Nordmänner und - frauen auch ne handvoll Orks da waren. Erst in der Nacht, als die meisten meiner Gefährten schon friedlich schlummerten und ich mit Hermann den letzten Met verkostete, drangen Gespräche von dem Nachbarzelt an unser Ohr, das angeblich ein Dämon die Mine bewachen würde... Ifra´in lächelt...Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass ich bei diesen Gerüchten nicht mehr lange an unserem Tisch saß. Hermann und ich gingen also rüber zu den Nordleuten und ließen uns von Ihnen erzählen, dass einer von Ihnen eine der Wachen getötet hätte, weil diese ihn wohl angegriffen hätte... Die Aufklärung dieses Problemes wurde auf den nächsten Tag verschoben... [die SL schlief schon]... Am nächsten Tag statte ich zusammen mit Josa und zwei Fremden der Mine einen kurzen Besuch ab, nachdem die Wache am Morgen einen der Nordleute, in einem ...sie nannten es ...."Gottesurteil",....als Reaktion für ihren toten Kameraden getötet hatten. An der Mine angekommen unterhielt ich mich mit dem Steiger der Mine und drei Wachen...die erzählten mir, dass der Dämon ein Steingolem sei, der von dem Baron als Vertärkung der Wache einegesetzt wurde...Dies passte auch zu der Version die mir der Prospektor (oberster Berater des Hauptmanns der Wache und Gesandter des Kaisers) kurz nach der Hinrichtung ("das Gottesurteil") erzählt hatte.... Nach ein wenig diplomatischen Geschickes meinerseits, durfte ich mir den Golem auch mal aus der Nähe ansehen...sehr interessant sage ich Euch, man hatte den Eindruck er sei eine Statur, aber er war lebendig und bewegte die Augen. Nunja...ich verstehe warum die Nordleute ihn für einen Dämonen gehalten hatten....zum Glück hatten sie unrecht. Nachdem dies geklärt war...war erstmal einige Zeit Ruhe in das kleine Dorf eingekehrt...bis zu dem Zeitpunkt als 4 Untote Bergleute eine Handvoll Bauersfrauen am hellichten Tag dahinschlachteten...es waren relativ...verzeiht mir den Ausdruck "frische" Untote...niemand im Lager schöpfte verdacht...erst nach einer genaueren Untersuchung konnte ich feststellen dass sie schon tot waren bevor wir sie als Reaktion auf den Überfall angegriffen haben....obwohl die versammelten Streiter relativ schnell und entschlossen reagierten, konnten wir das Leben der Bäuerinnen nicht mehr retten...
Am Ende stellte sich heraus, dass vor Jahrzehnten eine alte Hexe als Bestrafung in die Mine eingesperrt wurde und sich ihr untoter Körper mit einer rachegelüstenden Seele am untoten Leben gehalten hatte... Als Rache für ihre Behandlung erweckte sie alle jemals gestorbenen Bergleute und wollte das Dorf auslöschen....leider ist ihr das auch nahezu gänzlich gelungen...bis die wackeren Streiter die Untotenarmee zurückschlagen konnten....diese Untoten waren wirklich gefährlich...sie konnten einen stattlichen Mann mit einem Hieb töten...wie dem auch sei,... am Ende konnten wir die Untoten vernichten und die Seele der Hexe mit dem gleißenden Licht Raals vor dem bösartigen Klauen der Verdammnis bewahren...wir erinnerten ihre geschunde Seele an die Liebe die es eines Tages in Ihrem Herzen gegeben haben musste...Raal zeigte sich gnädig und erlöste ihre Seele...Ifra´in schaut etwas traurig, dann nimmt er einen großen Schluck Met. ...noch Met Magistra? |
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Valeria Kämpfende Cholestpriesterin/Frosch

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.04.2007 Beiträge: 121
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Verfasst am: 05.08.2007, 23:50 Titel: |
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| Valeria hat während Ifra'ins Vortrag zunehmend entsetzt dreingesehen, hier und da auch mal scharf die Luft eingesogen. Auf Ifra'ins Metangebot geht sie nur zu gerne ein und hält ihm ihren Becher hin. Das klingt ja richtig...barbarisch. Da scheinen mir nicht nur die Untoten absonderlich, sondern auch die Gesetzgebung des Landes ist...individuell und überraschend, um es positiv auszudrücken. Ich denke, nach diesem Bericht steht mein Entschluss endgültig fest, dass dies kein Land für mich ist. Denn auch was Josa und Korbyn so vom Ihrem letzten Landgang hier zu berichten hatten, war wenig ermutigend. Noch dazu diese seltsamen körperlichen Veränderungen, die wir vorher bemerkten. Darf ich Euch in diesem Zusammenhang eine schwierige Frage stellen, die mich bewegt? Hat der Mensch (hier seinen andere Humanoide eingeschlossen) die freie Wahl zwischen Licht und Finsternis? Ich frage, weil es fast überall, wo wir anlanden auch ein komplett vom Bösen beherrschtes Reich zu geben scheint und wo dies nicht der Fall ist, lauert das Böse mitten unter den normalen Bewohnern. Woher kommt ein solches Ausmaß an Finsternis? Gibt es da vielleicht so eine Art Gleichgewicht? Ich bitte um Eure ehrliche und offene Meinung. |
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Ifra´in Auf Traak gefallener Priester / Widder

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.04.2007 Beiträge: 128
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Verfasst am: 13.08.2007, 17:31 Titel: |
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Ifra´in gießt Valeria und sich selbst Met ein und dreht sich dann wieder einen Zigarillo. Er trinkt einen Schluck Met, entzündet den Zigarillo:
... Nun, das ist eine weise Frage Magistra, den sie ist auf dem ersten Blick von eleganter Einfachheit, was keine Kritik sein soll... aber der wahre Gehalt dieser Frage liegt tiefer und vielschichtiger als die meisten Menschen und Wesen die mir diese Frage bisher gestellt haben glauben...
...auf den zweiten Blick offenbart diese Fragestellung die Suche nach einer höheren Ordnung...die Frage nach der Balance der Welt, der Balance zwischen Gut und Böse....ist dies nicht vielleicht auch die Frage nach der Ordnung selbst...oder laßt es mich anders ausdrücken, die Frage nach einer Wesenheit die diese Welt, oder den Geschehnissen dieser Welt, eine höhere Ordnung unterstellen ? ....was wäre mit dem Chaos, oder den Schergen des Chaos...oder den Wesen die sich für Anhänger des Prinzipes oder gar der Wesenheit Chaos selbst halten? ...und die Frage ist Chaos böse? ...oder gibt es einen Moment oder eine Ebene der Entwicklung in der das Prinzip des Chaos lebensfeindlich wird? ....und gibt es geordnete Finsternis? Ist Ordnung immer gut? ...und wenn es den die Prinzipien Ordnung und Chaos gibt, wie sind sie Licht und Finsternis zuzuordnen? Und wenn es Licht und Finsternis als Mächte geben sollte....gibt es eine Balance zwischen ihnen? ....oder darf es überhaupt eine Balance zwischen ihnen geben? Gerade bei der letzten Frage bekommt Bruder Ifra´ins Gesicht einen harten Ausdruck...
Dann entspannen sich seine Züge wieder.... Um dieses Thema nur ansatzweise sinnvoll anzureißen, macht es meiner Meinung nach Sinn, wenn ich Euch erstmal erzähle auf welchen grundsätzlichen Glaubensvorstellungen meine Einstellung zu diesem Thema beruht...und ich würde Euch gerne...auch wenn dieses Kapitel nich in seiner Gänze der Thematik unseres Gespräches zuzuordnen ist....einige Verse aus den Schriften der Ahnen zitieren...um euch dadurch vielleicht einen kleinen stichpunktartigen Einblick in meine Sichtweise der Dinge zu gewähren...danach werde ich versuchen Eure Fragen mit meinen Worten zu beantworten....
Er schaut erst in die Ferne, dann sieht er Valeria an und spricht in einer angenehmen Tonlage:
Weit weit im Süden dieser Welt hatte das Delta des großen Stroms schon vor Tausenden von Jahren dieses riesige Gebiet an teilweise überschwemmten Land geformt – die Echsensümpfe. Der Herr des Lichtes hatte die Bewohner der Sümpfe mit seinem Wohlwollen gesegnet und so lebten in dieser Region Menschen und Echsen seit Generationen in Frieden und Freundschaft. Waren die ersten Menschen die in den Echsensümpfen lebten noch sehr einfach, entwickelte sich ihre Kultur weiter, als die Echsenmenschen ihnen den Glauben näher brachten. Raal, Herr des Lichtes, die große Echse, Träger der Krone der Weisheit, die Sonne - offenbarte sich auch den Menschen, so dass sich schnell eine friedliche Kultur der Toleranz, Liebe, Freundschaft, gegenseitiger Unterstützung und des Vertrauens entwickelte. Kulturelle Eigenheiten beider, der Echsen wie auch der Menschen, vermischten sich – eine gemeinsame Gesellschaft in Leben und Kultur entstand. Der gemeinsame Glaube, zwar bei den einzelnen Bewohnern teilweise in unterschiedlichen Form und Ausprägung vorhanden, verband alle, so dass sich Echsen und Menschen nach einigen Generationen als ein Volk bezeichneten – das Volk des Lichtes.
Im Herzen der Echsensümpfe errichtete das Volk des Lichtes zu Ehren Raals einige riesige Tempelanlagen. Diese Tempelbauten, gigantische Pyramiden aus weißem Fels, ragten hunderte Schritte weit aus dem Sumpf in den Himmel, als Symbol für die Nähe, Ergebenheit und Einheit mit Raal. Dort wo das Leben am kräftigsten pulsiert und das Volk die Reinheit und Güte am stärksten im Herzen trägt entstand das Bollwerk gegen die Finsternis – die Stadt des Lichtes.
Schatten verdichteten sich als der Fürst der Finsternis dieser Reinheit und diesem gleißenden Lichtes gewahr wurde. Seit Äonen als Nemesis des Lichtes vom Schicksal der Welt bestimmt, sandte er die Avatare der Finsternis – Gier, Hass, Verdarbtheit, Verdammnis und Pestilenz aus, die Saat der Finsternis in die Herzen der benachbarten Völker zu pflanzen. Im Südosten am Rand der Echsensümpfe, bemächtigten sich die Avatare des Landes. Dort wo das Land vertrocknete und die Erde verdorrte bildete sich die tote Wüste, in der jedes Sandkorn die Schatten der Verdammnis in sich trägt. Langsam, dann immer schneller krochen die Schatten in die Herzen der dort lebenden Völker. Alsbald folgten viele freiwillig aus freien Stücken dem Pfad der Finsternis. Die Machtgier erreichte ihren Höhepunkt als die Könige dieser Völker – die Pharaoen der toten Wüste, ihre Seele dem Schattenfürst zum Geschenk machten. Verdammnis erhielt Einzug... Der Fürst der Schatten unterstützte seine treuen Diener im Kampf gegen das Licht, so korrumpierten die Pharaoen der Finsternis mit seiner Hilfe einen Teil der neutralen Sphäre und erhoben sich über den Tod. Mit der neugewonnen Macht errichteten sie riesige Totenstätten, pervertierte Imitationen der Pyramiden der Stadt des Lichtes – die Necropolen von Nefhren´Kha. Sie nannten sich fortan Pharaoen von Nefhren´Kha und geboten über riesige Armeen untoten Fleisches und dämonischer Macht...
Seit Anbeginn der Zeit kämpfen Licht und Schatten um die Vorherrschaft dieser Welt.
Das Volk des Lichtes bewahrte das Licht Raals in ihren Seelen, so wie es war, so wie es ist und so wie es immer sein wird. Die Zeit ist gekommen, in denen das Volk des Lichtes die Finsternis zurücktreibt...
- Aus den Schriften der Ahnen -
Er hält kurz respektvoll Inne, dann spricht er weiter:
...um auf Eure Fragen einzugehen...ich werde oft daraus hingewiesen, dass Schatten ja nur doch Licht existiert, weil z.B. eine Kerze ja Schatten wirft und ob es denn keine Balance zwischen Licht und Finsternis geben muss....Ifra´in schmunzelt etwas... oft versuchen die Leute mich damit zu provozieren, in dem sie versuchen mich durch diese Fragestellung zu verunsichern....er lächelt wieder ...oft sind die Leute dann enttäuscht wenn sie feststellen, dass ich mich auf der einen Seite grundsätzlich nicht über eine spirituelle Konfrontation provozieren lasse und ich auch "überraschender" Weise einen klaren Standpunkt zu diesen Fragestellungen habe. ...nur damit ihr mich nicht missversteht, ich zähle Euch natürlich nicht zu den Provokateuren, sondern zu den ehrlich Suchenden, welche sich genug Zeit und Ruhe für solch eine wichtige Frage nehmen...
...Das Licht, in meinen Worten Raal, der Träger der Krone der Weisheit, die Sonne, die große Echse in den Worten anderer - das Licht als Prinzip, ist Schöpfer alles Leben auf dieser Welt und Schöpfer der Welt selbst. Damit ist das Licht, um bei einem allgemeinen Begriff zu bleiben, GUT. Der Herr Raal, entzieht sich natürlich als Gott, jeglichen "menschlichen" Zuschreibungsprozessen, da er die Göttlichkeit selbst darstellt...daher ist er natürlich auch nicht den "menschlichen" Begrifflichkeiten wie Logik, Zeit, Raum und Ordnung unterworfen...ABER...und jetzt kommen wir wieder zu dem für "Menschen" verständlichen Teil...er ist das was wir als DAS Gute ansehen. Das Licht hat also alles erschaffen auf dieser Welt z.B. den alles bestimmenden Kreislauf der Natur...u.a. auch die Magie usw. Selbst die Dunkelheit...und da sind viele Leute erstaunt über meine Worte...ist nicht böse, denn manche Wesen können nur im Schatten oder in Dunkelheit Leben...ja das sind die unendlichen Wege des Herren..
... Böse im Sinne des Wortes ist demnach per Definition die Abkehr gegen das Prinzip des Lichtes...also das Handeln gegen die Lehren Raals, der Widerstand gegen das Prinzip des Lebens, das Unterbrechen des Kreislaufes, das Zerstören der fundamentalen Prinzipien des Lichtes, die Behinderung, Unterbrechung und Zerstörung der göttlichen Ordnung bzw. der Ordnung des Lichtes...ich werde gleich noch erläutern, das mit Ordnung nicht unbedingt die Ordnung im Sinne des Gegenteils von Chaos gemeint ist, sondern in diesem Fall mit Ordnung die "Regelung", der Weg, die Ausformung, die Präsenz, das Prinzip, die Aspekte des Lichtes gemeint ist...
Boshaftigkeit ist demnach der bewußte Prozess sich den fundamentalen Prinzipen des Lichtes zu widersetzen bzw. bewußt und in voller Absicht, aus freier Entscheidung gegen das Licht (göttliche Ordnung, Kreislauf des Lebens etc.) zu handeln. Die Finsternis ist die verinnerlichte "Philosophie" bzw. Überzeugung der Boshaftigkeit bzw. Abkehr von dem Licht des Herren, gepaart mit der Überzeugung mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln diese Philosophie bzw. Denkweise zu verbreiten, das Licht zu vernichten und alles was dem Licht zugeneigt ist und nicht dem Pfad der Finsternis folgen will zu zerstören. Der eklatante Unterschied zwischen Licht und Finsternis ist also, dass sich die Finsternis (im Gegensatz zum Licht) aus der Abkehr, also der Negierung des anderen Prinzipes, konstituiert.
..um das nochmal deutlich hervorzuheben: Die Finsternis konstituiert sich aus der Abkehr vom Licht! Demnach ist es als Philosphie bzw. Überzeugung grundsätzlich negativ angelegt. Finsternis kann also nur durch Ablehnung, Widerstand und durch Zerstörung und Vernichtuing existieren.
Um weiter auf Eure Frage einzugehen:
Finsternis ist und kann demnach per Definition KEIN höheres Prinzip sein, da sich das Prinzip der Finsternis auschließlich aus der Zerstörung des Lichtes bildet. Demnach kann es im GEGENSATZ zum Licht NICHT aus sich selbst heraus existieren. Um auf die Fragestellung der Balance einzugehen: ...da also ein stetiger Kampf zwischen Finsternis und Licht gegeben ist, aber die Finsternis selbst kein eigenständiges höheres Prinzip ist, kann es also demnach KEINE ECHTE Balance zwischen ihnen geben...nur ein stetiger Krieg der mal für deine eine oder die andere Seite besser verläuft...das ist das was vielle Leute vielleicht als Balance bezeichnen, aber im Endeffekt kann die Finsternis diese Schlacht irgendwann NUR verlieren, denn entweder das Licht obsiegt und vernichtet die Finsternis gänzlich, oder die Finsternis vernichtet das Licht und hat sich dann damit seine eigene Existenzgrundlage beraubt (es existiert ja überhaupt nur als Abkehr vom Licht) und sich quasi selbst ausgelöscht...
...zu der Frage ob die Prinzipien den "Menschen" erwählen oder der "Mensch" die Prinzipien:
Jedes Lebewesen was geboren (!) wird, egal welcher Rasse oder Art, ist grundsätzlich erstmal dem Licht zuzuordnen. Durch die äußeren Einflusse, durch Erziehung, durch die Umstände in denen es aufwächst erhält es eine gewisse Prägung...diese Prägung hat Einfluss auf die Entscheidung, aber sie trifft sie nicht gänzlich...und das ist sehr wichtig zu verstehen...jedes Lebewesen trifft für sich selbst die Entscheidung bleibe ich ein Lebewesen des Lichtes und richte mich danach, oder gebe ich den Verlockungen und Verzückungen der Finsternis nach und wende mich der Finsternis und der damit einhergehenden Verdammnis zu...
...insofern sage ich also, jedes Lebewesen wählt selbst seinen Weg, aber die Finsternis ist gegenwärtig und versucht die Kreaturen des Lichtes zu versuchen.... Ihr müsst Euch ihr also aus freien Stücken hingeben oder Widerstand leisten...von alleine wird niemand böse...
Ehrlicherweise muss ich aber zugeben, dass mächtige Kreaturen der Finsternis dazu in der Lage sind euch mittels Gewalt, also z.B. finsterer Magie oder physischer Gewalt in die Finsternis zu reißen...aber je stärker ihr das Licht in Eurem Herzen schürt, desto schwieriger wird dies für sie sein...trotzdem...von alleine ohne äußeren Einfluss wird niemand böse, es sei denn er betritt mit Absicht den Pfad der Finsternis...
...Ihr habt also die Wahl...beantwortet dies Eure Frage ? Ifra´in sieht Valeria freundlich an und eine gewisse Warmherzigkeit scheint von ihm auszugehen. [Ende]
Zuletzt bearbeitet von Ifra´in am 13.08.2007, 19:07, insgesamt 3-mal bearbeitet |
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Valeria Kämpfende Cholestpriesterin/Frosch

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.04.2007 Beiträge: 121
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Verfasst am: 14.08.2007, 00:51 Titel: |
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Valeria lächelt und nickt. Ja, Ihr habt meine Fragen sehr gut beantwortet, aber zugleich tun sich neue daraus auf. Primär die nach dem "Sinn" des verheerenden Sterbens der Finsternis, die sich doch am Ende nur selbst vernichten kann. Warum sollte man etwas tun, von dem man weiß, dass es einem letztendlich die Vernichtung bringen wird?Valerias Züge werden sehr ernst und ihr Tonfall leiser.Oder meint Ihr gar, die Schergen der Finsternis sind sich dieses Umstandes bewusst und streben letztendlich nur nach der Versklavung nicht jedoch der Vernichtung des Lichts? Dass sie gar nicht siegen wollen, sondern nur durch Übermacht herrschen? Ich möchte damit keinesfalls andeuten, dass das Licht zu unterwerfen wäre und damit Euer Schöpfungsprinzip und Euren Glauben beleidigen, aber ich denke nicht, dass die Finsternis nur planlos handelt. Dafür habe ich schon zuviel Kaltblütigkeit gesehen und das sind die wirklich gefährlichen Schergen, jene die nicht berauscht sondern wohl kalkuliert und absolut skrupellos sind. Irgend etwas müssen sie doch vorhaben. Niemand wirft sein Seelenheil fort, wenn er sich nicht Größeres verspricht.
Im Laufe der Worte scheint Valeria immer mehr in ihre eigenen Gedanken abzugleiten. Ihre Augen verengen sich zu Schlitzen und sie zieht die Augenbrauen hoch. Dieses Problem scheint sie wirklich zu interessieren und sie gleichzeitig vor ein Rätsel zu stellen. |
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Ifra´in Auf Traak gefallener Priester / Widder

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.04.2007 Beiträge: 128
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Verfasst am: 14.08.2007, 12:23 Titel: |
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Bruder Ifra´in gießt den letzten Met nach.... Entschuldigt mich für einen kurzen Augenblick. ...er geht dann zur Kombüse und kommt nach einiger Zeit mit einem Tablett mit einigen Döschen, Löffeln und einer dampfenden Kanne Tee zurück. ...Ich werde gleich auf Eure Fragen antworten...er lächelt freundlich und stellt ein eisernes Stövchen auf den Tisch und entzündet ein Teelicht darunter. Nach einigen Augenblicken gießt er schwarzen Tee in zwei mitgebrachte Schälchen. Ifra´in öffnet ein kleines Lederbeutelchen und holt einige grüne Blätter [Pefferminze] heraus. Er gibt einige wenige davon in die Schälchen und rührt behutsam mit den Löffeln um. Dann öffnet er ein kleines Holzdöschen und wirft einige kleine Kandiszuckerstückchen ebenfalls in die Schälchen, dann reicht er Valeria eines der Schälchen...Vorsicht, es ist noch sehr heiß...und rührt etwas in seinem Schälchen, dann nimmt er einen kleinen Schluck. Ruhe und Frieden gehen von Ifra´in aus, als er weiter auf Valerias Fragen antwortet:
Nein, planlos handelt die Finsternis sicher nicht....er schüttelt leicht den Kopf...aber beginnen wir mit den Fragestellungen davor. Wenn ich Euch richtig verstanden habe, könnt Ihr nicht wirklich nachvollziehen, warum sich eine Kreatur für die Finsternis entscheidet, wenn sie sich damit automatisch für die Vernichtung ihrer eigenen Existenz entschieden hat wenn das Licht vernichtet wird. Ifra´in lächelt schmerzlich ...und genau das ist der entscheidende Punkt in diesem Zusammenhang. Ich sagte zu Euch die Finsternis ist kein höheres Prinzip. Damit war auch gemeint, dass sie keine höhere Ziele verfolgt. Er nimmt einen Schluck Tee und spricht dann weiter, sein Blick konzentriert sich auf Valeria. Die Finsternis zerstört zum Selbstzweck. So schwer das für uns zu verstehen ist, aber sie zerstört um der Zerstörung Willen. Sie tötet aus der "Freude" am Töten. Sie ergötzt sich an der Agonie des verendenden Lebens. Das oberste Ziel der Finsternis ist die Vernichtung der Existenz selbst. Alles was die Finsternis hervorbringt ist nur ein neuer, noch perverserer Weg zur Vernichtung. Schmerz, Leid, Vernichtung, Auslöschung, Folter und Qual ist die einzige Antriebskraft der Finsternis. Das einzige was dieses Streben nach aboluter Vernichtung evtl. noch übersteigt....und damit kommen wir zu Eurer zweiten Frage....ist die Gier nach Macht...die Gier noch mehr, noch auskeglügeltere Systeme der Zerstörung und der Qual umsetzen zu können.
Auf dem Weg zur absoluten Vernichtung machen sich die Kräfte der Finsternis mittels Lüge, Verleumdung, Betrug, Bestechung, Verrat, Korrumpierung, Ausbeutung, Sklaverei, Seelenraub und finsterster schwarzer Magie und Necromantie dienstbare Schergen als Vollstrecker zu Untertan. Dabei...und das ist eine direkte Antwort auf Eure Frage, warum soviele Kreaturend der Finsternis dienen...statten Sie ihre Schergen mit einem Teil ihrer Macht aus. Sie erfüllen den wankelmütigen Kreaturen die dunkelsten ihrer Wünsche, geben ihnen mundane und/oder magische Macht und ziehen sie damit in die Finsternis...
Macht und Besitz ist verlockend...wer denkt da noch an die Konsequenzen.
Viele geben sich auf dem Weg zur aboluten Macht bedenkenlos der Finsternis hin und verlieren ihre Seele. Sie werden zu sehr mächtigen, bösartigen Kreaturen der Finsternis, welche keine Gnade kennen und alles und jeden auszulöschen versuchen. Ifra´in lächelt wieder schmerzlich und für einen kurzen Augenblick kann Valeria erahnen wieviel Leid Bruder Ifra´in in seinem Kampf gegen die Finsternis schon gesehen und erfahren hat. Dann wird sein Blick kurz hart ...unterschätzt die Finsternis niemals Valeria ...er schaut ihr direkt in die Augen...die Schergen der Finsternis haben die arglistige Täuschung, den Betrug...die Niedertracht perfektioniert. Sie handeln nicht planlos. Im Gegenteil ...ihre Macht und ihre Kraft zur Vernichtung wird von den meisten weit...und damit tödlich unterschätzt... er nimmt einen Schluck Tee...und sein Blick wird wieder sanfter....
...meine folgenden Worte werden Euch nicht neu sein, aber dennoch sind sie richtig. Die Mächte des Bösen bieten immer den leichteren, den schnelleren Weg an, deswegen verfügen sie auch übere eine so hohe Anziehungskraft. Die Seite des Lichtes ist meist der härtere, der steinigere
aber dafür der ehrlichere Weg. Wenn eine Kreatur zu schnell an Macht gewinnt, hat sie nicht gelernt mit ihr verantwortungsvoll umzugehen. Der weise Mächtige setzt seine Macht eher selten ein, weil er weiß welche Konsequenzen es haben kann, wenn er seine Macht falsch eingesetzt hat.
Ihr habt mich gefragt, ob die Finsternis sich der eigenen Vernichtung im Falle des Sieges über das Licht bewußt ist...Raal behüte uns davor, dass es jemals soweit kommt...das ist eine schwierige Frage, die ich Euch nicht mit Sicherheit beantworten kann. Ich kann Euch nur meine Einschätzung dazu geben...meiner Meinung nach, und da folge ich inhaltlich den Ausführungen der Hohepriester, weiß die Finsternis um ihre eigene Vernichtung im Falle des Sieges über das Licht, ist aber auf Grund ihres fanatischen Vernichtungsdranges nicht in der Lage sich dies bewußt zu machen. Ich denke jeder Versuch der Untergebenen dies inhaltlich näher zu reflektieren wird seitens der Mächtigen mit Gewalt unterbunden...denn wenn sie dies nicht tun würden, würden sie ihre eigenen Fehlbarkeit offenbaren. Die Hierarchie der Finsternis reicht über unbedeutendere Schwarzmagier über Todesritter zu mächtigen Necromanten, von Dämonen über Erzdämonen zu Dämonenfürsten, von den Pharaoen von Nefhren´Kha über die Avatare der Finsternis bis hin zum Fürst der Finsternis selbst. Insofern gibt es immer einen Mächtigeren der sie kontrolliert und der die wirklichen Entscheidungen trifft...und wenn jemand erstmal seine Seele verloren hat, sind für ihn sowieso jede Aspekte des Lebens, wie Gnade, Fürsorge und Liebe verloren gegangen bzw. unbedeutend geworden. Ifra´in nimmt einen weitern Schluck Tee und schaut Valeria freundlich an...und schmeckt Euch der Tee? |
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Valeria Kämpfende Cholestpriesterin/Frosch

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.04.2007 Beiträge: 121
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Verfasst am: 16.08.2007, 03:03 Titel: |
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| Ja, er ist sehr lecker. Valeria nippt mit kleinen Schlucken das heiße Getränk. Er scheint erfrischend und belebend und gleichzeitig beruhigend zu sein. ich mag den Geschmack sehr. Und ich habe mit großem Interesse Eurer Einschätzung gelauscht und mir meine eigenen Gedanken dazu gemacht. Ich denke, ein weiteres Problem mit den Schergen der Finsternis ist, dass viele von ihnen meinen, nichts mehr zu verlieren zu haben. Wenn einem viel Schreckliches widerfährt und man in einer schwachen Stunde beginnt, an den Prinzipien zu zweifeln, die man bislang verehrte und befolgte, dann öffnet man sich den Verlockungen der Finsternis. Ein Großteil der Versuchten wird durch Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit in die Arme des Bösen getrieben. Deswegen sehe ich es als Verfechterin des Guten als meine Pflicht, Menschen neue Hoffnung zu schenken und sie vor Unheil zu bewahren. Leider beschränken sich viele Streiter des Lichts darauf, die Symptome zu bekämpfen, aber nur die wenigsten fragen sich, wie es überhaupt soweit kommen konnte. Denn wie Ihr schon sagt, niemand wird verderbt geboren. Ich denke, der Weg zum Licht steht uns jederzeit offen, doch je weiter wir in die Finsternis kriechen, desto steiniger und schwieriger wird der Rückweg. Fast wie beim Bergsteigen, das Gute ist der Gipfel, den es mühsam zu erklimmen gilt. Aber erzählt mir doch etwas über Euch? Wie kamt Ihr dazu, ein geweihter Diener Raals zu werden? Wurdet Ihr im Kloster aufgezogen? Valeria schaut Ifra'in freundlich an und nimmt einen weiteren Schluck. |
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Ifra´in Auf Traak gefallener Priester / Widder

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.04.2007 Beiträge: 128
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Verfasst am: 16.08.2007, 13:07 Titel: |
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Ifra´in lächelt warmherzig.....wieder sehr weise Worte Magistra, aus diesem Grund sind die meisten Priester Raals kämpfende Priester. Predigt und Kampf müssen eine Einheit bilden, den wer kämpft ohne sich dessen Ursache, Hintergund und Moral bewußt zu machen ist leicht von seinem eigentlichen Ziel abzubringen oder gar zu korumpieren. Ich versuche inbrünstig...und Raal möge mir auf diesem Weg beistehen...nicht nur die Symptome der Finsternis zu bekämpfen, sondern sie schon an der Wurzel zu packen und zu vernichten. Daher gehört die Predigt...wie ich schon sagte....die Bekehrung und die Sendung der Lehren Raals und der Kampf gegen die Finsternis zusammen. Man kann nur dann glaubhaft überzeugen und zum Widerstand gegen das Unbill des Bösen aufrufen, wenn man seine eigene Überzeugung und sein moralisches Konstrukt darstellt. ....und dazu gehört auch....und das ist eine Sache die mich immer aufs neue herausfordert...sich an seinen eigenen Handlungsweisen messen zu lassen. Optimaler Weise soll man ein Vorbild für Andere sein, nicht in der arroganten Art des Emporschwingens zum Thron der Macht, auch nicht in dem eitlen Koketieren mit der eigenen Vorbildfunktion, sondern bescheiden, aber mit Würde als ehrenvolles Vorbild eines Streiters des Lichtes - stets sich der Tatsache bewußt, dass es nicht um den eigenen Ruhm, sondern um den Erfolg und die Verbreitung des Lichtes geht.
Tja und was die Verzweifelung angeht....Niedertracht und Verzweifelung sind mächtige Avatare der Finsternis....die bösen Mächte gehen ganz gezielt vor, wenn sie jemanden für die finstre Seite gewinnen wollen. Jemanden in eine verzweifelte Lage zu bringen aus dem es scheinbar keinen Ausweg mehr gibt, ist häufig einer der ersten Schritte um Kreaturen des Lichtes in die Finsternis zu reißen. Wenn eine Kreatur wirklich für die dunkle Seite von Interesse ist, dann bereiten sie deren Korumpierung längere Zeit vor. Der Prozess kann sehr schnell dauern oder sich lange , fast ewig in die Länge ziehen. An dem Prozess der Wankelmütigkeit und des ausgelösten Leides ergötzt sich die Finsternis zudem. Teilweise solange, bis die Kräfte des Bösen als erlösende Heilsbringer empfangen werden, wenn nur die Agonie aufhört. Ja.....er trinkt einen Schluck Tee...es gibt viele Wege in die Finsternis und Seelenfolter ist nur einer von vielen. Ifra´in dreht sich einen Zigarillo und entzündet ihn. Dann bietet er Valeria auch etwas Tabak an.
Ihr möchtet gerne etwas über meine Herkunft wissen? Ifra´in lächelt ...nun wahrscheinlich habe ich Euch schonmal erzählt, dass ich aus der Stadt des Lichtes im Zentrum einer Region bzw. eines Landes stamme, welches sich die Echsensümpfe nennt. Ich gehöre zum Orden der Abenddämmerung unseres Herren Raal, welcher sein spirituelles Zentrum direkt im Hort des Lichtes in der Stadt des Lichtes hat. Ich bin dort direkt in der Tempelstadt von meinem Lehrmeister groß gezogen worden. Ich bin schon als frisch geborener Säugling in die Tempelstadt gebracht worden. Die Priesterinnen und Priester meines Ordens bezeichne ich als meine "direkte Familie". Aber im Gegensatz zu Korbyn bin ich nicht aus Not dorthin gebracht worden. Im Gegenteil, beim Volk des Lichtes ist es eine große Ehre, wenn ein Kind von einem Orden aufgenommen wird und PriesterIn werden darf. Meist empfangen die Hohepriester eine Zeichen Raals welche Kinder von Raal auserwählt wurden. Manchmal bittet eine Familie von sich aus um die Aufnahme eines Kindes. Die Priester des Ordens suchen dann die Familie mit dem auserwählten Kind auf und bitten die Familie, das Kind aufnehmen zu dürfen. Dies läuft alles ohne Zwang versteht sich... die Eltern können das Kind den PriesterInnen überlassen, sie müssen aber nicht. Meist freuen sich die Eltern aber und fühlen sich geehrt und geben die Kinder liebend gerne in den Orden. Es ist ja auch nicht so, dass die Eltern ihr Kind nicht besuchen kommen dürfen oder so. Jede Familie kann ihre auserwählten Kinder nahezu jeder Zeit in den Tempeln besuchen kommen und in den meisten Fällen ergeben sich innige Beziehungen bzw. Freundschaften zwischen Kind und Herkunftsfamilie. Aber, und das sei hier zu Erläuterung gesagt, die Beziehung zwischen Kind und Herkunftsfamilie ist eher freundschaftlicher Natur, denn die "wahre Familie" für ein auserwähltes Kind stellen nun seine Ordensgeschwister dar. Dies ist keine Regel, sondern ein Erfahrungswert. Ein Grund neben der kompletten Versorgung und der Ausbildung für die Ehre, welche die Familie für ein auserwähltes Kind empfinden, ist die Tatsache, dass sich die Gesellschaftsstruktur des Volk des Lichtes am ehsten als das bezeichnen läßt, was Ihr wahrscheinlich als "Theokratie" bezeichnen würdet. Das heißt, auserwählte Kinder die zu PriesterInnen geweiht werden, haben eine etwas "herausgehobene" Position in der Gesellschaft. Sie sollen das Volk behüten, beschützen, es leiten und in der Not für die "Menschen" da sein. Die Priester bekleiden meist wichtige Funktionen in der Gesellschaft um das Leben in der Stadt des Lichtes zu...ich mag das Wort nicht, aber es beschreibt am besten worum es geht... zu "koordinieren".
Ich zum Beispiel habe Novizen ausgebildet bevor ich auf Reisen geschickt wurde. ...also...ich bin Lehrer wenn ihr so wollt....er lächelt etwas schüchtern. Im Gegensatz zu Korbyn kenne ich meine Eltern, habe aber nicht mehr viel Kontakt zu Ihnen, wir respektieren und schätzen uns gegenseitig aber aufgrund meiner mir zugewiesenen Aufgaben komme ich immer weniger dazu sie zu besuchen. Auch sie selbst genießen eher ruhig ihren Lebensabend und besuchten mich in der Zeit vor meiner Abreise eher selten - sie besitzen Langboote und sind Fischer bzw. Jäger. Aber so ist das Leben...vielgestaltig und vielförmig...es gibt viele Wege zu gehen. Meine Familie...also meine Ordensmitglieder werden sich aber auf jeden Fall sehr freuen mich eines Tages wieder zu sehen. Ifra´in lächelt über die Erinnerung an seine Familie, scheinbar zeichnen sich Gesichter vor seinem inneren Auge ab, an die er sich gerne erinnert. Dann reißt er sich los...noch Tee? |
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Valeria Kämpfende Cholestpriesterin/Frosch

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.04.2007 Beiträge: 121
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Verfasst am: 17.08.2007, 12:13 Titel: |
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| Gern. Valeria hält ihr Tässchen hin, lehnt den Tabak jedoch mit einer knappen, jedoch freundlichen Geste ab. Ich finde es ausgesprochen interessant, wie viele völlig unterschiedliche Lebensgeschichten sich auf diesem Schiff versammeln. Aber sagt mir, wenn Ihr von Ordensgeschwistern sprecht, wie darf ich mir das genau vorstellen? Wie viele Kinder gibt es so durchschnittlich in einem Jahrgang und teilt Ihr Eure Zimmer mit Gleichaltrigen? Ich finde es schön, wenn man mit anderen Kindern aufwächst und ich glaube, Korbyn hat das schon sehr vermisst. Auch Balean war immer eher auf Erwachsene bezogen. Aber ich persönlich hätte mir ein Leben ganz ohne meinen älteren Bruder und meine Spielgefährten nicht vorstellen können. Ich finde es schön, dass bei Euch mehrere Kinder gemeinsam in den Klöstern aufwachsen. Gibt es eigentlich noch andere Raalsorden als den der Abenddämmerung? Sie lächelt verlegen. Ich löchere Euch hier mit Fragen. Das ist nicht sehr höflich aber wahrscheinlich die typische Wissbegier der Magi. Natürlich dürft Ihr mir auch jederzeit Fragen stellen oder das Gespräch beenden, ohne Euch Gedanken machen zu müssen. |
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Ifra´in Auf Traak gefallener Priester / Widder

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.04.2007 Beiträge: 128
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Verfasst am: 17.08.2007, 14:34 Titel: |
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Ifra´in ist sehr überrascht und verschüttet dabei ein wenig Tee ....Wieso ist sollte ich das Gespräch beenden wollen und wieso ist das Stellen von Fragen unhöflich? Wissbegier, das Streben nach neuen Erkenntnissen, der Erfahrungsaustausch zwischen Angehörigen verschiedener Völker ist eine Tugend, ein Geschenk Raals, welches unseren Geist, welcher wie eine dörrende Blume die Wasser bekommt, erfrischt...uns erhellt.....Wissen über die Eigenschaften, Sitten, Gebräuche und die Kultur eines anderen Volkes ist ein wichtiger Schritt hin zu dem gegenseitigen Verständnis ...zur Toleranz....sein Gesichtsausdruck zeigt Überraschung und Unverständnis ...Habe ich Sie mit einem meiner Worte beleidigt? War es unhöflich von mir solange zu reden? "Langweilige" ich sie gar mit meinen Ausführungen? Letzteres glaube ich eigentlich nicht...aber dennoch verstehe ich Ihre letzte Reaktion nicht....ich werde lange brauchen um die Nordländer eines Tages wirklich richtig zu verstehen....obwohl wir uns in vielem ähneln, gibt es doch einige Unterschiede...warum ist es unhöflich Fragen zu stellen? Nachdem Ifra´in einige Augenblicke nachdenkend die Stirn gerunzelt hat, entspannt sich sein Gesichtsausdruck wieder und er antwortet Valeria freundlich:
Stellt mir zukünftig ruhig alle Fragen die Ihr möchtet. Ich werde im Einzelfall entscheiden ob ich sie Euch beantworten kann und/oder möchte oder nicht. Und nein es ist überhaupt nicht unfreundlich mir solche Fragen zu stellen...Ifra´in wischt den verschütteten Tee mit einem Leinentuch von der Tischplatte und schenkt Valeria und sich neuen Tee ein.
...um Eure Frage zu beantworten...ein "Jahrgang" hat immer unterschiedliche Größe. Es gibt diesbzgl. keine festgesetzte Zahl. Manchmal sind es nur wenige, manchmal jedoch über Hundert. Ifra´in lächelt als würde er sich an eine fröhliche Situation erinnern...Als ich in die innersten Tempelanlagen gebracht worden bin, waren dort viele Kinder, aber ich kann euch natürlich nicht mehr sagen wieviele genau, schließlich war ich zu diesem Zeitpunkt noch ein Baby....mein Lehrmeister hat mir die Zahl einmal gesagt, aber ich muss zugeben ich habe sie vergessen....aber ehrlich gesagt spielt das für mich auch keine Rolle, alle Priesterinnen und Priester Raals sind meine Brüder und Schwestern....Ifra´in lächelt freundlich.. ..und das sind bis zum heutigen Tage etwa 10.000. Der Orden der Abenddämmerung und der Orden der Morgendämmerung sind die beiden größten und ....er zögert etwas....laßt es mich so ausdrücken:... die beiden einflußreichsten weil größten und ältesten Orden. Jeder dieser beiden Orden besteht aus ca. 1000 Personen. Jeder Orden verfügt über einen inneren Zirkel der etwa aus 100 Personen besteht und aus dem die Hohepriester auserwählt werden. Insgesamt gibt es aber sehr viele Orden...etwa 50. Wißt Ihr, die genaue Zahl der Priester und Priesterinnen (und eingeschränkt auch der Orden) unterliegt ein stetigen Fluktuation, weil es jeden Tag mehr werden, aber gleichzeitig auch jeden Tag Brüder und Schwestern sterben. In der Stadt des Lichtes leben Hundertausende Menschen und Echsenmenschen und alleine die inneren Tempelanlagen, die gigantischen Pyramiden aus weißem Fels, fassen ca. Hundertausend Menschen...
Bis ich 14 Jahre alt war, habe ich mit 3 anderen meines Ordens in einem großen Zimmer gelebt. Mit 15 zu meiner Priesterweihe habe ich dann ein eigenes Zimmer bekommen wie jeder in diesem Alter. Aber mittlerweile habe ich noch eine kleine Pfahlbauhütte in einem der Außenbezirken der Stadt des Lichtes, wohin ich mich gelegentlich zurückziehe um die Natur noch intensiver zu genießen, oder wenn mich meine Aufgaben in die Außenbezirke der Stadt führen.
..ach so...Klöster...Klöster so wie Korbyn sie beschrieben hat, gibt es bei uns nicht. Bei uns sprechen wir von "Tempeln"und diese werden im Gegensatz zu Korbyns Klöstern gerne und oft von der Bevölkerung besucht. ...wie gesagt das Herz der Stadt des Lichtes ist ein gigantischer Tempel ...mit mehreren gigantischen Tempelpyramiden...
...und was hat euch zu einer Streiterin des Lichtes gemacht Valeria ? Und wann und in welchen Zusammenhang habt Ihr Edorin kennengelernt? In Kreisheim nicht wahr ? |
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Valeria Kämpfende Cholestpriesterin/Frosch

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.04.2007 Beiträge: 121
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Verfasst am: 22.08.2007, 09:14 Titel: |
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| Valeria hat bemerkt, dass Ifra'in durch ihre Aussage über Etikette aus dem Konzept gebracht wurde.Nun bei uns in Kreisheim wird höheren Töchtern beigebracht, dass man niemals zu offensichtlich tief in das Privatleben seines Gegenübers eindringen soll. Das Ränkespiel der Patrizier und so... Sie seufzt. Dabei habe ich mir genauso daraus immer wenig gemacht. Ich habe immer lieber offen gesprochen und offen gefragt, aber das wird halt nicht überall gern gesehen und schnell gilt man als neugierige Tratschtante. Aber hier ist das zum Glück anders. Sie lächelt wieder. Nun "Streiterin des Lichts"? So richtig bin ich das nie geworden, eher geblieben. Vielleicht auch als Gegenreaktion gegen all die Lügen und Intrigen meines Geschlechts und der anderen Oberen. Ich beherrsche dieses Spiel zwar auch in Grundzügen, da es uns von klein auf spielerisch nahegebracht wird, aber es hat in mir schon immer ein sehr schlechtes Gefühl ausgelöst. Ich bin immer noch von meinem kindlichen Wunsch erfüllt, dass die Welt ein besserer Ort für die Aufrechten werden soll. Ein bißchen mehr wie im Märchen... Sie errötet leicht. Das Gute hat es einfach verdient, unterstützt zu werden. Ich weiß nicht... einen anderen Grund dafür habe ich nicht. Nennt es Bauchgefühl oder Gewissen, Intuition. Irgendetwas in der Art. Nach einem Schluck Tee fährt Valeria fort. Ja, Edorin traf ich in Kreisheim. Prof. Smeik hatte ihn mitgebracht, weil er wohl irgendwie seinen Weg zum Kämpfer oder zum Magier finden sollte. Allerdings scheint mir mehr und mehr, dass gerade der Mittelweg des kämpfenden Magus der Weg Edorins ist. Auf jeden Fall besuchten wir die gleichen Kurse und beide hielten wir nicht viel von den gesellschaftlichen Gepflogenheiten des Lug und Trug in Kreisheim. So nahm ich ihn oft mit in mein Elternhaus oder wir studierten gemeinsam in der Bibliothek, während sich die anderen Studenten auf den Bällen gegenseitig auszustechen versuchten. Und so wurden wir über die Zeit zu besten Freunden. |
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Ifra´in Auf Traak gefallener Priester / Widder

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.04.2007 Beiträge: 128
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Verfasst am: 23.08.2007, 16:59 Titel: |
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...Ihr sagtet ihr seid eine Streiterin des Lichtes geblieben...ich möchte Euch auf keinen Fall beleidigen verehrte Magistra, aber das hört sich ein wenig so an als hätte ihr Familienangehörige die dem Pfad der Finsternis folgen. Ist das so ? Ifra´in schaut Valeria mitfühlend an, wohlwissend welche Bedeutung eine bestätigende Antwort für Valeria haben könnte.
...habt ihr gar eine frühes Erlebnis mit der Seite der Finsternis gehabt... eine Kreatur oder Wesenheit die Euch als Streiterin des Lichtes herausgefordert hat? ...und wie ist es denn diesbzgl. mit Kreisheim bestellt? Mein Eindruck ist, dass unter den Lehrkräften durchaus Personen mit fragwürdiger Gesinnung sind....und wehr weiß was sonst noch so alles in den tiefen Kellern der Universität im verborgenen passiert... |
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